Hiroshima-Nagasaki-Tage in Köln

Flyer.

Köln, 5. und 6. August 2017

5. August, 11:00 Uhr

Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz unter dem Motto: Büchel ist überall, atomwaffenfrei jetzt!
Mit Vertretern von IALANA, Kölner Friedensforum, DFG-VK Köln, Mayor for Peace.
Musikalische Begleitung: Blueflower
danach: Verabschiedung der Fahrer*innen der Friedensradtour NRW 2017 der DFG-VK
unter dem Motto: Auf Achse für Frieden und Abrüstung
Mit Joachim Schramm, DFG-VK-NRW

6. August, 19:00 Uhr

Gedenken zum 72. Jahrestag der Atombombenabwürfe 1945
am Mahnmal «ATOMWAFFEN ABSCHAFFEN» auf dem Hügel im Hiroshima-Nagasaki-Park
Begrüßung: Bezirksbürgermeister Andreas Hupke
Redebeitrag: Martin Singe, Komitee für Grundrechte und Demokratie
Musik und Texte: Blueflower und Barbara Conrady Takenaka
Yoshiro Shimizu von Tenri, Japanisch-Deutsche Kulturwerkstatt, spielt auf der Sho, einem traditionellen japanischen Musikinstrument

6. August, 21:00 Uhr

TORO NAGASHI – Lichter fließen lassen
Lichteraktion am Aachener Weiher zum Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe

Arbeitskreis Hiroshima-Nagasaki
im Kölner Friedensforum

Der seit dem Jahr 2000 aktive Arbeitskreis Hiroshima-Nagasaki im Kölner Friedensforum hat sich zur Aufgabe gemacht, die Erinnerung an die Atombombenabwürfe wachzuhalten und der Forderung zur Abschaffung aller Nuklearwaffen in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Organisationen vor Ort eine Stimme zu geben. Aufgrund einer Bürgerinitiative erreichte der Arbeitskreis 2004 die Benennung des Hiroshima-Nagasaki-Parks und konnte 2007 dort das Mahnmal ATOMWAFFEN ABSCHAFFEN enthüllen. Der Arbeitskreis unterstützt auch die Oberbürgermeister bei ihren Aktivitäten als Mayor for Peace.

Flyer.

Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima am 6.8.1945 und Nagasaki am 9.8.1945 jähren sich dieses Jahr zum 72. Mal.

Die Jahrestage mahnen uns alle, diese Massenvernichtungswaffen endlich mit einem Verbot zu belegen und damit sicherzustellen, dass es niemals zu weiteren Einsätzen kommen kann. In einem Rechtsgutachten stellte der Internationale Gerichtshof in Den Haag am 8. Juli 1996 fest, dass die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen generell mit den Regeln des humanitären Kriegsvölkerrechts unvereinbar sind. Über 120 Staaten haben sich am 7.7.2017 auf eine umfassende Konvention zum Verbot aller Atomwaffen geeinigt. Die Atomwaffenstaaten und ihre Verbündeten nehmen daran bisher nicht teil. So auch Deutschland nicht, obwohl der Bundestag 2010 den Abzug der US-Atombomben aus Büchel in Rheinland-Pfalz gefordert hat.

Aber was hat das mit Köln zu tun?

1984 in Zeiten der Nachrüstungsdebatte erklärt sich die Stadt Köln zur «atomwaffenfreien Zone».
1985 tritt sie dem vom Bürgermeister von Hiroshima ins Leben gerufenen internationalen Städtebündnis MAYORS FOR PEACE bei.
2005 unterschreibt der Kölner OB die Verpflichtung «Atomwaffenfrei bis 2020» der MAYORS FOR PEACE.
2015 beteiligt sich die Stadt Köln zum ersten Mal am Flaggentag der Mayors for Peace.
2016 wehte die grüne Friedensflagge der MAYORS FOR PEACE am Kölner Rathaus.
2017 sagte die Oberbürgermeisterin Henriette Reker: «Als Bürgermeisterin für den Frieden setze ich mich dafür ein, Atomwaffen weltweit
abzuschaffen, insbesondere auch, die Atombomben beim Jagdbombergeschwader 33 in Büchel abzuziehen.»

Klaus Müller
Arbeitskreis Hiroshima-Nagasaki
im Kölner Friedensforum