Die Elsaßstraße warnt:
Nie wieder Krieg!

Am 3. März 1933, vor 93 Jahren, drangen uniformierte Nazischläger in die Elsaßstraße ein. Die Anwohner wehrten sich. Wenig später stürmte Polizei mit Maschinengewehren und gepanzerten Fahrzeugen die Häuser. Sie nahm 70 Männer und Frauen mit. Nicht alle überlebten das Naziregime. Eine bronzene Gedenktafel an der Wand des Hauses Nr. 45 erinnert heute daran.
Die Aktion der SA war Teil des Terrors, der schon einige Tage zuvor, am 27. Februar 1933, anlässlich des Reichstagsbrandes anwuchs. Den Reichstag hatten die Nazis selbst angesteckt, sie beschuldigten aber die Kommunisten.
Bereits am 28. Februar 1933 waren durch die „Verordnung zum Schutz von Volk und Staat“ die Grundrechte der Weimarer Verfassung außer Kraft gesetzt worden. Anhand vorbereiteter Listen kamen reichsweit 10.000 Menschen in Haft. Kommunisten und andere Linke landeten in Folterkammern, Gefängnissen und Konzentrationslagern.
Es folgten: Ermächtigungsgesetz, Verbote von Parteien und Gewerkschaften, weitere Gleichschaltung, Verdummung.
Der Terror sollte die Deutschen wieder kriegsbereit machen. Der Erste Weltkrieg war gerade mal 15 Jahre vorbei und die Erinnerung noch lebendig. Aber das Land sollte „wehrtüchtig“ werden. Demokraten wurden eingeschüchtert, Kriegsgegner zum Verstummen gebracht.
Tatsächlich war es sechs Jahre später wieder so weit: Überfall auf Polen, der nächste Weltkrieg begann. Er endete nach weiteren sechs Jahren mit 65 Millionen Toten.
Daran ist zu erinnern, weil gegenwärtig die Maßstäbe verrutschen und Kriege wie Pilze aus dem Boden schießen. Die Bundesregierung identifiziert sich mit den Aggressoren, dem Bundeskanzler ist das Völkerrecht zu komplex. Internationale Interessenkonflikte werden nicht auf diplomatischem Wege und friedlich beigelegt, sondern dienen als Gelegenheit für grenzenlose Aufrüstung. Die kostet Billionen Euro an Schulden. Aber bei Bildung, Kitas, Krankenhäusern, Pflege und den Löhnen wird der Rotstift angesetzt. Die Kriegskredite bezahlen wir mit Inflation und Sozialabbau, mit wachsender Wohnungsnot und Armut.
Die Bundesregierung will die Wehrpflicht! Die Jugend wehrt sich, sie ist dagegen.
Nie wieder Faschismus, Nie wieder Krieg!
Die DKP Köln erinnert am Samstag, den 7. März 2026, 13.00 Uhr, an die Stürmung der Elsaßstraße.
Wir laden dazu ein. Treffpunkt an der Gedenktafel, Elsaßstr. 45
Einladungflugblatt zur Gedenkstunde