In Bademänteln vor Haus Baden

Rücknahme der Kündigungen!

10. April 2018. Aktivisten von Recht auf Stadt, MieterInnen und Freunde, einige in Bademänteln, übergaben heute im Rahmen einer kleinen Aktion 582 Unterschriften im Büro des Wohnungsunternehmens «Haus Baden». Sie wurden zwar freundlich empfangen, die Mappe mit den Unterschriften entgegengenommen, eine Stellungnahme erhielten sie aber nicht.


Die Petition fordert von «Haus Baden» die sofortige Rücknahme der Wohnungskündigungen. Solche Kündigungen hatten 22 Mieterinnen und Mieter des Hauses Trajanstraße 10 Ende Januar erhalten. Die Presse berichtete darüber. Am 6. Februar protestierten 80 Demonstranten vor dem Haus. In den folgenden Wochen sind bei Mahnwachen von «Recht auf Stadt» Unterschriften unter die Petition gesammelt worden. Andrea erinnerte in ihrer kurzen Ansprache anlässlich der Übergabe daran, dass dieses Unternehmen sich gerne als Unternehmen mit Herz bezeichnet, aber die Kündigungen damit begründet, dass es die Mieten von 11 Euro auf 18 Euro pro Quadratmeter steigern will, insgesamt um 172.600 Euro im Jahr.

Text und Fotos: Klaus Stein


 

24-Stunden-Warnstreik bei Ford

Die Gewerkschaft fordert 6% mehr Lohn!

Donnerstag, 1. Februar 2018. Seit 6 Uhr werden die 32 Tore des Fordwerks von Streikposten bewacht. An 33 Pavillons wärmen Heizstrahler und Kaffee, man bekommt auch einen Happen zu essen. Außerdem holen sich die Kollegen die Coupons für das Streikgeld. Die Höhe richtet sich nach Mitgliedsbeitrag und -dauer, beträgt das 12- bis 14-fache des Mitgliedsbeitrags (pro Woche).

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Mehr Geld, mehr Zeit!

Warnstreik bei Ford-Köln

23. Januar 2018. Mittlerweile summiert sich die Zahl der an Warnstreiks der IG Metall Beteiligten auf mehr als 100 000 in NRW. In Köln allein waren es heute 9750. Knut Giesler, IG Metall-Bezirksleiter von NRW und Verhandlungsführer, sagte auf der Kundgebung bei Ford: „Eine so große Beteiligung gab es hier in NRW seit Jahren nicht.“ Die Mitgliederzuwächse, allein 1500 in den ersten drei Wochen des Jahres, belegten, dass die Menschen in der Metall- und Elektrobranche hinter den Forderungen der IG Metall stehen und ein gutes Ergebnis erwarteten. Gut sei ein Ergebnis erstens, wenn die Entgelterhöhung ordentlich ausfalle. Gefordert sind 6% ab 1. Januar 2018. Zweitens sollten die Beschäftigten für einen begrenzten Zeitraum ihre Arbeitszeit auf 28 Stunden reduzieren können - mit einem Rückkehrrecht in Vollzeit. Und drittens sei ein Zuschuss vom Arbeitgeber fällig, wenn Kinder oder Pflege von Angehörigen eine Arbeitszeitminderung nötig wird, ebenso wie bei belastenden Arbeitszeiten.
„Diese drei Elemente gehören in einen Tarifabschluss. Sonst stehen ab der nächsten Woche die Anlagen und Bänder in den Betrieben für 24 Stunden oder länger still“, sagte Giesler.

Streik-Info der DKP

 

 Text und Fotos: Klaus Stein

 

 

 


 

Alternative Stadtpolitik für Köln

Arbeitskreis Kommunalpolitik der DKP Köln gegründet

Zur Festigung unserer kommunalpolitischen Aktivitäten und zur Vorbereitung des kommunalpolitisches Seminars vom 29. Juni bis 01. Juli in Jalhay haben wir einen AK Kommunalpolitik gegründet.
Die erste Sitzung findet am 05. Februar um 19:00 im Freidenkerzentrum in der Bayenstraße 11 in der Kölner Südstadt statt.

Gründungsdokument

 

 


 

An Schulden reich

Anmerkungen zum Haushalt der Stadt Köln 2018

Köln 9. Januar 2018. Bekanntlich herrscht im Kölner Rathaus ein Bündnis von CDU und Grünen. Allerdings benötigt es drei weitere Stimmen, häufig kommen sie von der FDP, um im Stadtrat die Mehrheit zu erreichen. Oberbürgermeisterin Henriette Reker steht den Grünen nahe. Seit einem Jahr ist Stephan Keller, CDU, Stadtdirektor. Er hat Guido Kahlen, SPD, abgelöst. Aber Keller verliert gegenwärtig – und nicht etwa, weil er aus Düsseldorf kommt - an Rückhalt. Offenbar typisch für seine Umgangsformen ist die Art, wie er den Ebertplatz endgültig verkommen lassen wollte.
Jörg Detjen von der Linkspartei wird in der Kölnischen Rundschau am vergangenen Mittwoch (3. Januar) mit Aussagen über Kellers Politikstil zitiert: „Er ist nicht progressiv und entwickelt keine neuen Formen der Konfliktlösung. Beim Ebertplatz lag er mit seinem Mauerkurs mit dem großen Teil des Rates im Konflikt.“ Im selben Bericht bekennt Keller, er sei gerne ein Law-and-Order-Mann. Vielleicht sei die Stadt in der Vergangenheit zu tolerant gewesen.

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Wieso rebellieren die Armen nicht?

Veranstaltung der DKP mit Carolus Wimmer von der KP Venezuelas

Am Montag, den 21.8.2017 in Köln-Mülheim, Bürgerhaus "MüTZe", Berlinerstrasse 77. In Venezuela reißen die Auseinandersetzungen zwischen oppositionellen Demonstranten und den Sicherheitskräften nicht ab.

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Gedenken an Hiroshima und Nagasaki

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Fliessende Lichter

Diese kleinen Gebets-Lämpchen nennt man in Japan «Tōrō», also «Lichtkörbchen». Am 6. August vor 72 Jahren wurden in Hiroshima viele Menschen durch eine Uran-Atombombe getötet. An den jährlichen Gedenk-Abenden setzt man dort in Hiroshima diese Tōrō-Lichtlein mit den Namen der Getöteten, mit einem Gebet oder einer Botschaft am Ufer des Flusses gegenüber dem Atombomben-Gedächtnis-Dom auf das Wasser und lässt sie schwimmen,

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Lesungen verbrannter Dichter

17. Mai 2017. Der Arbeitskreis Zivilklausel an der Universität Köln hat auch in diesem Jahr Lesungen anlässlich des Jahrestags der Bücherverbrennung organisiert. Vor dem häßlichen Uni-Haupteingang bei schönem Wetter und viel Wind, sieben Stunden lang.

Peter Förster schreibt mit Dank an die Beteiligten: „Zu diesen Lesungen schien mir wieder sehr zutreffend, was eine Leserin sagte: So wie diese Lesungen müsste die Universität viel mehr werden. Ein Ort des lebendigen Austausches über den Campus hinaus, in dem aus dem Kulturerbe geschöpft und gelernt wird für bessere Zeiten. Sehr persönlich, und deswegen auf Augenhöhe.
Derlei Entwicklungsansprüche sind in Opposition zur (noch) herrschenden Politik weiter zu entfalten. Nach 1933 sind auch etliche Kulturschaffende ins Exil geflohen und waren angewiesen auf internationale Solidarität. Heute plant die NRW Landesregierung, nach einem aggressiven Wahlkampf auch gegen Geflüchtete, Nicht-EU Bürger zukünftig mit 1500 Euro Studiengebühren pro Semester den Zugang zur Universität zu verwehren. Eine demokratische Gesellschaft und auch jede aufgeklärte Wissenschaft leben aber von Austausch und Weltoffenheit.“

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