Das Nest im Urwald

Zweite Folge der Serie «Das unsichtbare Visier»

Kulturabend DKP Köln-Innenstadt, Das unsichtbare Visier.
Wie immer bei den Rostocker Sommerfilmtagen hatten die Filmlieblinge Gojko Mitic und Armin Müller-Stahl (r.) unzählige Autogrammwünsche zu erfüllen.
Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-J0701-0011-001 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons

Die DKP Gruppe Innenstadt zeigt am Montag, 8. Januar 2024, 19.30 Uhr, Halle Kartäuserwall 18 (Hinterhof)

Herbert Schauer und Otto Bonhoff über die Anfänge der Bundesrepublik aus dem Blickwinkel der Geheimdienste.

Das Nest im Urwald

Folge 2 von Das unsichtbare Visier
81 Minuten
Erstsendung 25. Dezember 1973
(Fernsehen der DDR)

Achim Detjen bildet in der Stadt Cordoba argentinische Flugschüler aus und gewinnt an der Seite seines Chefs Krösing Einblicke in Schlupfwinkel und Anlaufstellen ehemaliger Nazi-Offiziere in Südamerika. Diese «Wölfe» bereiten die Wiederherstellung militärischer Strukturen in der Bundesrepublik vor.

Detjen lernt den französischen Journalisten Charles André kennen und kann ihn vor einer Falle warnen. Auch er ist auf der Spur untergetauchter NS-Funktionäre, wird aber schließlich doch ermordet.

Drehbuchvorlage ist eine Romanfolge von In der ersten Folge erfuhren wir (anstelle des krankheitsbedingt ausgefallenen Remarque-Abends), wie Werner Bredebusch (Armin Mueller-Stahl) als Kund- schafter vom MfS gewonnen wird. Getarnt als vormaliger Jagdflieger gelangte er in die BRD und wird dort in die Organisation von ehemaligen Angehörigen der SS («Odessa») eingeführt. Zweck der Organisation war die Bereitstellung von Fluchtwegen auf der «Rattenlinie» über Italien nach Südamerika.

Die Fernsehserie war sehr erfolgreich.
Noch heute gibt es einen Fanclub, der sich «Forschungsgruppe und Fanclub zur Fernsehserie – Das unsichtbare Visier», kurz «DuV-Fanclub» nennt.

Klaus


Einladung zum Kulturabend der DKP Köln-Innenstadt. Filmvorführung Das unsichtbare Visier.


 

Christine plaudert

Ausflug der Kölner Innenstadtgruppe ins flutgeschädigte Ahrtal

Hoch auf dem Berg, die Ruine Saffenburg.
Foto: Klaus Stein

Mayschoß, 1. Oktober 2023. Herbstlich wird es erst übermorgen. Heute ist der Himmel blitzeblau und wolkenlos. Mayschoß brummt. Der Festplatz ist voll. Die Winzergenossenschaft hat gut mit dem Verkauf zu tun, auch wenn er durch einen Nebeneingang der Ruine erfolgen muss.
Von den Gebäuden an der Ahrkante wird das letzte abgerissen. Ein Bagger hält inne, denn es ist Sonntag. Ab «Picasso Pizza» tut sich scheinbar nichts, ein einziges Haus ist eingerüstet. Hinter dem Festplatz passieren wir Tiny Houses – Notwohnungen oder Unterkünfte für Gäste? - und erreichen den Mönchberger Hof. Hier gibt es Platz unter Sonnenschirmen.

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«De Rude Pooz» Klinikschließungen in Köln!

Faksimile: De Rude Pooz, Kopf.

 

 

 

Das ist doch verrückt!

Klinikschließungen in Köln! Trotz hervorragender Renommees und bei künstlich herbeigeführten finanziellen Engpässen! Kaputtsparen, Kostendruck und Zentralisation der Gesundheitsleistungen auf niedrigem Niveau. Ende der flächendeckenden Versorgung. Gegenwehr und Petition zum Erhalt der Kliniken.

Die Wohnungsnot ist gewollt! Trotz Mietpreisbremse sind die Mieten 2022 noch stärker gestiegen, als in den Jahren davor. Sinkender Anteil und Anzahl an Sozialwohnungen; der Wohnungsbauministerin sind diese Dinge so wie sie sind. Sprudelnde Immobiliengewinne, deshalb: Auch Grund und Boden gehören in Gemeineigentum!

Entscheidende Änderungen der Kräfteverhältnisse. China wächst schneller als die USA, Europa verliert.
Der Globale Süden organisiert sich.

Zum Chip-Krieg. Der Westen setzt auf Wirtschafts- und Schießkrieg.
Der Rüstungswumms von 100 Mrd. Euro, Scholz' Zeitenwende und die von China herausgeforderte technologische Führerschaft der USA.

Das Sommer- und «De Rude Pooz»-Pressefest der DKP-Gruppe Köln-Innenstadt an neuem aber geschichtsträchtigen Ort.
Eine musikalisch-kulinarisch-politische Rückschau.

 

wir freuen uns über Rückmeldungen, Kritik und Anregungen.
per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Stadtteil-Zeitung der DKP Köln-Innenstadt zu Klinikschließungen in Köln


 

Atomkriegsstrategien

«Der Ersteinsatz von Nuklearwaffen muss … den Einsatz von Massenvernichtungswaffen … verhindern»

Admiral William H.P. Blandy and his wife cut an Operation Crossroads mushroom cloud cake, while Admiral Frank J. Lowry looks on.
© Foto: Library of Congress, Prints & Photographs Division, photograph by Harris & Ewing; Public Domain
Die Atombombenexplosionen über Hiroshima und Nagasaki rafften am 6. und 9. August 1945 ca. 100.000 Menschen sofort dahin; an Folgeschäden starben bis Ende 1945 weitere 130.000 Menschen.
Am 7. November 1946 zur Feier der Beendigung von «Operation Crossroads» im Bikini-Atoll schneidet Admiral Blandy zusammen mit seiner Ehefrau eine reich verzierte, dem Baker-Test nachempfundene Atompilz-Biskuittorte an.
Vom Bikini-Badeanzug bis süßer Verführung - so wird das Gedächtnis der Menschheit für erduldete Leiden erstaunlich kurz. «Diese Abgestumpftheit ist es, die wir zu bekämpfen haben, ihr äußerster Grad ist der Tod.» Bertolt Brecht

Atomkriegsstrategien

Am 22. Januar 2021 ist der Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft getreten.

Er verbietet die Entwicklung, Produktion, Test, Erwerb, Lagerung, Transport, Stationierung und Einsatz von Kernwaffen und die Drohung damit. 91 Staaten haben den Vertrag bisher unterzeichnet, 68 weitere ratifiziert.
Atomwaffen sind nunmehr völkerrechtlich illegal.

Die Bundesregierung lehnt die Unterzeichnung des Vertrags ab.


Atomkriegsstrategien


Vortrag über Carl von Ossietzky

Ein runder Tisch wartet

Vortrag über Carl von Ossietzky. Vortragende und Zuhörer.
Foto: r

Ungebrochen durch Diffamierung, Verfolgung, Prozesse, Geld- und Haftstrafen schrieb und kämpfte Ossietzky gegen Militarismus, für Frieden und Demokratie.

Am 3.0ktober 1898 in Hamburg geboren, erlangte er als Publizist und Herausgeber der «Weltbühne» internationalen Ruf. Wegen eines Artikels über Ausbi1dung und illegale Bewaffnung der Reichswehr wurde er 1931 zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. 1933 wurde er erneut verhaftet und in die Festung Spandau dann in das Konzentrationslager Sonnenburg verschleppt. Von dort überführte man ihn 1934 ins Konzentrationslager Papenburg-Esterwegen. 1936 wurde ihm der Friedensnobelpreis verliehen, welchen er nicht entgegennehmen durfte. Aufgrund internationalen Drucks konnte er schwerkrank ins Staatskrankenhaus von Berlin gebracht werden, blieb aber unter Gestapo-Aufsicht.

Er starb am 3.Mai 1938.


Vortrag über Carl von Ossietzky


 

Hunger 2023

Die größte Zunahme der weltweiten Ungleichheit seit dem Zweiten Weltkrieg

Zeichnung des indischen Kommunisten Chittaprosad (1915-1978) über die Hungerkatastrophe 1943/1944 in Bengalen
Ausschnitt aus einem Zeitungsbericht mit Zeichnungen des indischen Kommunisten Chittaprosad (1915-1978) über die Hungerkatastrophe 1943/1944 in Bengalen. Beschlagnahmt von der britischen Kolonialverwaltung. Exponat auf der Documenta im Sommer 2017. Im Herbst 1942 hatte es wetterbedingt Ernteausfälle gegeben. Der Reispreis stieg. Die Regierung Bengalens legte eine Obergrenze des Reispreises fest. Darauf horteten die Händler den Reis. Ein Schwarzmarkt entstand. Die Menge von Nahrungsmitteln war aber nicht gemindert. Es stieg der exportorientierte Anbau.
Amartya Sen, Wirtschaftsnobelpreisträger 1998, war 9 Jahre alt und Zeuge der Hungersnot, aber als Kind reicher Eltern selbst nicht betroffen. Sen konnte in seiner nächsten Umgebung keine Anzeichen der Katastrophe erkennen, weil nur die untersten, die «unsichtbaren» Schichten der Gesellschaft betroffen waren. Er stellte später fest, dass es eigentlich genug Lebensmittel gegeben hätte. Sie erreichten aber nicht diejenigen, die sie brauchten.
Die britischen Kolonialherren blieben untätig. Die Behörden verschleierten die Opferzahlen und zensierten die Presse. Den Menschen, die verhungerten, fehlte die politische Macht, an dieser Situation etwas zu ändern.

 

Am 18. November 2008 hatte ich zum Thema Hunger schon einmal in der MV der Innenstadtgruppe referiert. Der Vergleich mit der Situation vor 14 Jahren liefert womöglich einige Aufschlüsse.

2008:

14 Millionen Kinder werden keine 6 Tage alt. Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. Anders gesagt: Pro Tag sterben 20 000 Kinder. Täglich verhungern 100 000 Menschen, das sind rund 30 Millionen im Jahr. Durch Unterernährung erblinden jährlich 7 Millionen. 250 Millionen Kinder arbeiten ab dem 5. Lebensjahr. 923 Millionen Menschen leiden an chronischer Unterernährung und in der Folge an schweren Behinderungen. Im Jahr zuvor waren es noch 854 Millionen.
Das sind UN-Zahlen.

Unterernährung und Hunger sind aber nicht Folge eines Lebensmittelmangels, sondern der Lebensmittelpreise. Allein an einem einzigen Tag, am 27. Februar 2008, wurde an der Chicagoer Weizenbörse eine Preiserhöhung um 25 Prozent registriert.
Die FAZ erklärte derartige Preisbewegung mit der Aktivität von Zockern. Insgesamt kletterten laut KR vom 14. April 2008 die Weizenpreise in den drei Jahren zuvor um 181 Prozent. Der Grund war die Finanzkrise. Das Kapital floh aus dem Hypothekenschrott in das Geschäft mit Rohstoffen, mit Gold, Öl, Zinn, Soja und eben Weizen.

 

2023:

Oxfam ist eine internationale Wohltätigkeitsorganisation. Sie wurde 1942 als Oxforder Komitee zur Linderung von Hungersnot in Großbritannien gegründet. Damals ging es darum, die Folgen der deutschen Besatzungspolitik in Griechenland zu lindern. Ob die Hungersnot in Bengalen 1943/44 Oxfam gekümmert hat, entzieht sich meiner Kenntnis.

Laut einer Pressemitteilung von Oxfam vom 16. Januar 2023 hungern rund 828 Millionen Menschen – etwa jeder zehnte Mensch auf der Erde. Die Zahl der Hungernden ist innerhalb von zwei Jahren um 150 Millionen angestiegen.


Hunger 2023


 

Vor allem die Energiekonzerne treiben die Preise

Jahreshauptversammlung der WG Innenstadt diskutiert die Gegenwehr

De Rude Pooz - Verteilung in der Bonner Straße.
Foto: Klaus Stein

 Jahreshauptversammlung 28. November 2022

Bericht des Gruppenvorstands DKP Köln Innenstadt

Auch wir wurden vom Einmarsch Russlands in die Ukraine überrascht. Aber er kam nicht aus heiterem Himmel. Nach den NATO-Manövern nah an der russischen Grenze erschien uns die hiesige Aufregung über russische Truppenaufmärsche heuchlerisch. Das mediale Geschrei über Kriegsvorbereitungen jenseits der ukrainischen Grenze, oft hunderte Kilometer davon entfernt, taten wir als Kriegshysterie ab.

Tatsächlich wäre bis zuletzt der Krieg vermeidbar gewesen.

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